Adolf Meyer-Abich

Adolf Meyer-Abich (* 14. November 1893 in Emden; † 3. März 1971 in Hamburg) war ein deutscher Philosoph, Historiker der Naturwissenschaften und Universitätsprofessor. Er war einer der Begründer und Hauptrepräsentanten des Holismus.

Meyer-Abich studierte 1913 bis 1917 Philosophie und Naturwissenschaft (v. a. Biologie) in Göttingen und Jena. 1916 promovierte er in Philosophie über Otto Liebmann. Später war er Bibliothekar und Bibliotheksrat in Göttingen, Kiel und Hamburg. 1929 bis 1932 war er Professor für Philosophie und Theoretische Biologie in Chile, ab 1930 auch Professor an der Universität Hamburg. Im Jahr 1932 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt. Er wurde 1958 emeritiert, hielt aber weiter Vorlesungen in Hamburg, den USA und Lateinamerika.

Er ist der Vater des Marineoffiziers und Geologen Helmut Meyer-Abich sowie des Physikers, Naturphilosophen und Politikers Klaus Michael Meyer-Abich.

In Anknüpfung an den biologischen Holismus wurde er zum führenden Vertreter einer sich als methodisch holistisch verstehenden Naturphilosophie in Deutschland. Sein Arbeitsgebiet umfasste Naturphilosophie, Geschichte der Naturwissenschaften (insbesondere Biologie), Theoretische Biologie und Medizin. 1935–1943 war er einer der Direktoren der „Prof. Jan van der Hoevenstichting voor theoretische biologie van dier en mensch“ an der Universität Leiden. Er war Mitarbeiter der von dieser Stiftung veröffentlichten Zeitschrift Acta Biotheoretica. Im November 1933 unterzeichnete er das .