Omikron: Großbritannien genehmigt als erstes Land neuen Impfstoff

Die britische Arzneimittelbehörde hat grünes Licht für den an angepassten Corona-Impfstoff von Moderna gegeben. Das Vakzin des US-Biotechnologieunternehmens sei für die Auffrischungsimpfung von Erwachsenen zugelassen worden, teilte die Behörde MHRA am Montag mit. Eine klinische Studie habe ergeben, dass der Impfstoff eine „starke Immunreaktion“ sowohl gegen den ursprünglichen Virusstamm als auch gegen die Omikron-Variante auslöse, erklärte MHRA-Chefin June Raine.

Es ist der erste sogenannte bivalente Corona-Impfstoff, der zugelassen wurde. Die bislang verfügbaren Impfstoffe haben dazu beigetragen, die Zahl der coronabedingten Krankenhauseinlieferungen und Todesfälle zu reduzieren. Allerdings zielen sie überwiegend auf frühere Stämme des Coronavirus ab.

Der Moderna-Impfstoff mit dem Namen „Spikevax bivalent Original/Omicron“ richtet sich sowohl gegen den ursprünglichen, erstmals 2020 aufgetretenen Coronavirus-Stamm als auch gegen die Omikron-Variante BA.1. Auch für die Subtypen BA.4 und BA.5 der Omikron-Variante seien „gute“ Ergebnisse erzielt worden, teilte die MHRA mit.

Der angepasste Moderna-Impfstoff wird derzeit auch von der EU-Arzneimittelbehörde EMA geprüft. Parallel befasst sich die EMA mit der Prüfung eines angepassten Vakzins von Biontech/Pfizer. Dessen Zulassung ist für Herbst angestrebt.

Die Weltgesundheitsorganisation hatte im Juli vor dem Hintergrund der sich rasch ausbreitenden Omikron-Subtypen gewarnt, die Pandemie sei „alles andere als vorbei“.

„Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ ist der Wissens-Podcast von WELT. Immer dienstags und donnerstags beantworten wir darin Alltagsfragen aus dem Bereich der Wissenschaft. Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei , , , oder direkt per RSS-Feed.