Plus 27 % beim industriellen Geschäft

Siemens hat die starke Wachstumsdynamik mit einem vergleichbaren Auftragswachstum von 20 % seit Geschäftsjahresbeginn fortgesetzt, wie Vorstandsvorsitzender Roland Busch anlässlich der Veröffentlichung der Quartalszahlen von Siemens erklärt. Die Zahlen im Einzelnen.

Insgesamt steigerte Siemens die Umsatzerlöse im dritten Quartal auf vergleichbarer Basis - also ohne Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte - um 4 % auf 17,9 Mrd. Euro (Q3 2021: 16,1 Mrd. Euro). Der Auftragseingang verzeichnete einen Anstieg auf vergleichbarer Basis um 1 % auf 22,0 Mrd. Euro (Q3 2021: 20,5 Mrd. Euro) und seit Geschäftsjahresbeginn auf vergleichbarer Basis um 20 % auf 67,2 Mrd. Euro (Q1-Q3 2021: 52,3 Mrd. Euro). Das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatzerlösen (‚Book-to-Bill-Ratio‘) liegt mit 1,23 erneut auf einem hohen Niveau. Der Auftragsbestand erreichte 99 Mrd. Euro und damit einen neuen Rekordwert.

Das Ergebnis Industrielles Geschäft stieg um 27 % auf 2,9 Mrd. Euro (Q3 2021: 2,3 Mrd. Euro) und enthält einen Gewinn von 739 Mio. Euro aus dem Verkauf von Yunex Traffic. Die Ergebnismarge Industrielles Geschäft verbesserte sich auf 17,0 % nach 14,9 % im Vorjahresquartal. Der Verlust nach Steuern erreichte minus 1,5 Mrd. Euro nach einem Gewinn nach Steuern von 1,5 Mrd. Euro im dritten Quartal 2021. Der Rückgang resultiert aus der nicht zahlungswirksamen Wertminderung der Beteiligung an Siemens Energy in Höhe von 2,7 Mrd. Euro sowie Russland-bezogener Belastungen in Höhe von insgesamt 0,6 Mrd. Euro.

Der Auftragseingang von Digital Industries wuchs auf vergleichbarer Basis über alle Geschäfte und Regionen hinweg um insgesamt 32 % auf 6,5 Mrd. Euro. Die Umsatzerlöse stiegen ebenfalls auf vergleichbarer Basis in allen Geschäftsbereichen und Regionen um insgesamt 12 % auf 4,9 Mrd. Euro. Der stärkste Beitrag kam aus den Geschäften Motion Control und Fabrikautomatisierung.

Das Ergebnis belief sich auf 901 Mio. Euro und übertraf den Vorjahresquartalswert um 6 %, während die Ergebnismarge bei 18,3 % lag. Die Profitabilität wurde hauptsächlich durch Engpässe bei Komponenten für hochmargige Elektronikprodukte sowie durch niedrigere Umsatzerlöse im Product-Lifecycle-Management-Geschäft und höhere Aufwendungen für cloudbasierte Aktivitäten belastet, einschließlich der Effekte aus der Umstellung von Teilen des Geschäfts auf Software-as-a-Service.

Bei Smart Infrastructure stieg der Auftragseingang auf vergleichbarer Basis um 26 % auf 5,5 Mrd. Euro. Das Wachstum wurde von allen Geschäftsbereichen und allen drei Berichtsregionen getragen, mit einem besonders starken Beitrag aus den USA, vor allem aufgrund der anhaltend starken Nachfrage für Rechenzentren. Die Umsatzerlöse wuchsen auf vergleichbarer Basis um 10 % auf 4,4 Mrd. Euro in allen Geschäften, mit dem höchsten Beitrag vom Electrical-Products-Geschäft. Geografisch betrachtet waren Amerika und Europa ausschlaggebend für das Wachstum, während die Umsatzerlöse in China aufgrund der Auswirkungen in Zusammenhang mit COVID-19-Lockdowns auf vergleichbarer Basis zurückgingen. Das Ergebnis stieg um 31 % auf 562 Mio. Euro gegenüber 428 Mio. Euro im Vorjahresquartal.

Mobility erzielte einen Auftragseingang von 2,8 Mrd. Euro (Q3 2021: 5,1 Mrd. Euro), wobei der Vorjahresvergleichswert aufgrund eines Großauftrags in Höhe von 2,8 Mrd. Euro in der Region Amerika außergewöhnlich hoch war. Die Umsatzerlöse stiegen im Berichtsquartal auf vergleichbarer Basis um 4 % auf 2,5 Mrd. Euro (Q3 2021: 2,3 Mrd. Euro), während das Ergebnis von 704 Mio. Euro hauptsächlich von einem Gewinn von 739 Mio. Euro aus dem Verkauf von Yunex profitierte.

Für den Siemens-Konzern wird weiterhin ein Umsatzerlöswachstum auf vergleichbarer Basis (bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte) von 6 bis 8 % und ein Book-to-Bill-Verhältnis von über 1 erwartet.

Für Digital Industries wird im Geschäftsjahr 2022 weiterhin ein Umsatzerlöswachstum auf vergleichbarer Basis von 9 bis 12 % sowie eine Ergebnismarge zwischen 19 und 21 % prognostiziert. Smart Infrastructure erwartet im Geschäftsjahr 2022 nach wie vor ein Umsatzerlöswachstum auf vergleichbarer Basis von 6 bis 9 % und eine Ergebnismarge zwischen 12 und 13 %. Und Mobility geht im Geschäftsjahr 2022 wie bisher von Umsatzerlösen auf Vorjahresniveau aus. Die Ergebnismarge wird nun zwischen 7,5 und 8,5 % erwartet (zuvor zwischen 10 und 10,5 %).