Kommentar „Wort zum Spieltag“ | Dieser BVB-Star ist die Härte!

BVB-Neuzugang Nico Schlotterbeck (22) stand nach dem 1:0-Auftaktsieg gegen Leverkusen bereits als Interview-Gast am Sky-Tresen, da spielte der Sender erstmals die Bilder ein.

Schlotterbeck, wie er in einem Zweikampf zu Boden geht, sich sofort mit Schmerz verzerrtem Gesicht an die Schulter fasst. Dann wie er zur Seitenlinie läuft, das Gespräch mit einem BVB-Mediziner sucht, im Spielertunnel behandelt wird. Wütend schickt der Doc die Kameraleute weg. Kurz darauf dann sieht man Schlotterbeck, wie er zurückkehrt auf den Platz.

Die Sky-Reporter haken nach, fragen den Jungnationalspieler nach seinem ersten Heimspiel als Dortmund-Star direkt: War die Schulter ausgekugelt? Schlotterbeck: „Ich weiß nicht. Der Doc hat zu mir gesagt, dass sie jetzt wieder drin ist. Und mir Grünes Licht gegeben weiterzuspielen.“

Und dann: „Ich bin Innenverteidiger. Da ist man schon ein bisschen härter.“

Es ist eine der Qualitäten, die den Abwehr-Riesen (kam vor der Saison für 20 Mio vom SC Freiburg) zum wichtigsten neuen BVB-Baustein machen könnten, um seine hohen Ziele zu erreichen und Bayern den Meistertitel streitig zu machen.

Er fightet, rackert, reibt sich auf. Geht dahin, wo es wehtut, hat diese Türsteher-Ausstrahlung, die gegnerische Stürmer das Fürchten lehrt. Und die Mitspieler mitreißt!

Kurz: Schlotterbeck gibt Dortmund das, was dem BVB in den letzten Jahren gefehlt hat. Einen Abwehr-Stabilisator, der vorweg geht. Und der die Meister-Härte lebt, die es für Titel braucht.

Dortmund hat viel in Offensiv-Power investiert. Den größten Schub aber könnte Schlotterbeck dem BVB geben. Genau wie der WM-Abwehr von Bundestrainer Hansi Flick.