Durafistel: Symptome und Behandlung | NDR.de - Ratgeber - Gesundheit

Ohrgeräusche, die sich mit dem Herzschlag verändern, Schwindel und Übelkeit können Symptome eines Kurzschlusses von Arterien und Venen im Kopf sein, einer sogenannten Durafistel.

Eine Durafistel ist eine krankhafte Kurzschlussverbindung (Fistel) zwischen Arterie und Vene an der harten Hirnhaut (Dura), die zu einem Rückstau des Blutes in das venöse System führt. Als Ursache wird eine Gefäßmissbildung vermutet, die sich im Heilungsprozess nach einer Venenthrombose entwickeln kann. Die Symptome sind sehr vielfältig.

Hat sich die Durafistel in der Umgebung des Gehirns gebildet, kommt es häufig zu einem pulssynchronen Ohrgeräusch (Tinnitus) und Kopfschmerzen, manchmal zu Schwindel und Übelkeit, bis hin zu Einblutungen ins Nervenwasser oder ins Gehirn. Durafisteln im Bereich des Spinalkanals führen dagegen zu Schmerzen, Geh- und Gefühlsstörungen bis hin zu Einschränkungen der Blasen- und Mastdarmfunktion.

Eine Durafistel lässt sich in der Magnetresonanztomografie (MRT) und im Gefäßröntgen mit Kontrastmittel (Angiografie) erkennen und vermessen. Das ist Voraussetzung für die Therapieplanung.

In der Regel lässt sich eine Durafistel bei einer Katheterembolisation mit dem Mikrokatheter verkleben und damit beseitigen. Liegt die Durafistel so ungünstig, dass ein solcher Kathetereingriff nicht möglich oder erfolgversprechend ist, wird sie neurochirurgisch verschlossen.

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